Der Lauf der Dinge

Als mir „Der Lauf der Dinge“ das erste Mal im Web begegnet ist, hat er mich sofort in seinen Bann gezogen. In diesem Film wird, etwa 30 Minuten lang und fast ungeschnitten, eine Kettenreaktion von mechanischen und chemischen Apparaturen gezeigt. Obwohl diese Reaktionen zum Teil sehr langsam vor sich gehen, faszinieren sie durch die einfache und doch raffinierte Art und Weise in der sie ablaufen. Es macht Spass ihren Fortgang zu beobachten und den dabei entstehenden Geräuschen zu lauschen.

„Der Lauf der Dinge“ ist eine Arbeit des Künstlerduos Peter Fischli  und David Weiss. Sie ist 1987 auf der Documenta gezeigt worden. Wie ich vorhin gelesen habe, starb der Künstler David Weiss letzten Freitag in Zürich. Sein Film wird mir in Erinnerung bleiben.
RIP, David Weiss.

Datenleck bei Facebook-Fotos

Zu Nikolaus ist ein Datenleck bei Facebook bekannt geworden durch den es Facebook Nutzern möglich war private Fotos anderer Nutzer einzusehen. Wie berichtet wird wurde das Leck von den Mitgliedern eines Bodybuilding Forums entdeckt. Sie entdeckten, dass Facebook über die Funktion „Dieses Foto melden“, bei Auswahl der Option „Nacktheit und Pornographie“, die Mithilfe beim Entdecken weiterer anstößiger Bilder anbot. Konkret konnte man dadurch weitere Fotos des betreffenden Accounts sehen. Eben auch solche, die als privat und nicht als öffentlich eingestellt waren.

Eines der ersten Opfer dieses Bug ist wohl Facebook Gründer Mark Zuckerberg geworden. Von ihm wurden einige private Fotos auf einer Bilder-Sharing-Seite veröffentlicht. Als Chef des Ladens muss er wohl auch so für die Fehler seiner Mitarbeiter gerade stehen.
In einer wenige Stunden nach der ersten Meldung veröffentlichten Stellungnahme spielte Facebook den Fehler herunter. So hieß es, dass der Bug nur eine begrenzte Zeit existiert hat und erst vor kurzem durch eine Änderung der Reporting-Funktion entstanden sei. Nun habe man die Funktion erstmal deaktiviert und arbeite an einer Lösung des Problems.
Facebook Nutzer müssen sich also darüber keine konkreten Sorgen machen. Das Auftauchen solcher Bugs zeigt aber, dass private, nur einem begrenzten Kreis von Nutzern zugängliche, Informationen im Internet immer nur einen relativen Schutz genießen. Schon durch das nächste fehlerhafte Software-Update eines Webdienstes können solche Informationen bloss gestellt werden. Man sollte sich also immer genau überlegen welche Informationen man dem Internet anvertraut.

Trillian 5.1 kann Skype ohne Skype

Seit Anfang November bietet der Multi-Messaging-Client Trillian eine Integration von Skype. Dadurch ist es nun möglich über Skype zu chatten ohne dass Skype im Hintergrund laufen muss. Bisher war es bei Trillian immer nur möglich gewesen ein Skype-Plugin zu installieren, über das man, bei laufendem Skype, dessen Chat-Funktion benutzen konnte.
Ich bin auf Trillian erst wegen dem Skype-Plugin richtig aufmerksam geworden. Da mir daran gelegen war die Zahl der im Hintergrund laufenden Programme möglichst klein zu halten, suchte ich einen Messenger, der Skype- und Google-Chat gleichzeitig ermöglicht. Als ich den Messenger ausprobierte, musste ich aber enttäuscht feststellen, dass die Nutzung von Skype nur bedingt möglich war. Nur wenn Skype gleichzeitig im Hintergrund aktiv war konnte man es über Trillian nutzen. Dazu lief das Zusammenspiel nicht rund: Manchmal war den Programmen nicht klar, wo der Nutzer seine Nachrichten empfangen möchte. Dann gab es wiederum Situationen, bei denen Chats in beiden Programmen gleichzeitig liefen. In dieser Lösung war die Usability relativ schlecht.

In der neuen Version 5.1 kann Trillian über  Skype’s neue Schnittstelle SkypeKit auf die Skype Funktionen zugreifen. Das Schöne ist dabei, dass Skype dafür nicht mehr laufen, sondern nur auf dem Rechner installiert sein muss. Trillian ist, wie es aussieht, die erste Applikation die SkypeKit nutzt. Damit scheint Skype nun wohl dem Wunsch von vielen Nutzern nach zu  kommen und öffnet seine Software für andere Entwickler. Als jemand, der um die Nutzung von Skype nicht umhin kommt, finde ich das erstmal gut.
Was die Nutzung von Skype über Trillian betrifft, so ist diese immer noch verbesserungsbedürftig. Es gibt noch einige Funktionen von Skype die darüber nicht richtig zu nutzen sind. Das betrifft zum Beispiel die selbstdefinierbare Statusnachricht von Skype, die ärgerlicherweise nicht über Trillian updatebar ist. Auch die Emoticons von Skype sind nicht alle integriert, wobei das ziemlich unwesentlich ist.
Eine interessante Sache für mutiple Persönlichkeiten 😉 gibt es noch zu berichten: Durch Trillian ist es möglich  mit 2 Skype-Konten gleichzeitig online zu sein. Man kann eben ein Mal über Trillian und einmal über Skype selbst verbunden sein.

Diaspora Alpha startet

Am Wochenende startete das lange Zeit als Facebook-Alternative gehypte soziale Netzwerk Diaspora, zumindest für mich. Doch dieser Start dürfte für die Macher des Netzwerkes ein sehr trauriger sein. Wie heute online zu erfahren war verstarb Ilya Zhitomirskiy, einer der Gründer von Diaspora, in der letzten Woche.
Seit der mit großer Aufmerksamkeit bedachten Ankündigung des Netzwerks in 2010 hatte man nur noch wenig gehört. Die jetzige Alpha-Version nimmt in ihrem Design, soweit ich das bisher beurteilen konnte, deutliche Anleihen an Facebook und Google+. Das zeigt sich alleine schon an der horizontalen Menüleiste und dem Nachrichtenstream.
Diasporas größtes technisches Problem dürfte momentan die mangelhafte Stabilität des Dienstes sein. Im Moment endet bei mir jeder zweite Seitenaufruf mit einer 500er-Fehlermeldung. Vermutlich liegt das ganze an der momentanen Öffnung des Netzwerks für Interessenten und wird nicht ewig andauern. Was Diaspora seinen Nutzern zu bieten hat möchte ich mir in den nächsten Tagen mal genauer anschauen.

 

Kurztest Tchibo Sound Station

Zur Zeit verkauft Tchibo ein Sound Station genannte Kleinanlage mit iPod-Dock, Radiowecker und Fernbedienung. Für einen Preis von 59,90 Euro war das für mich ein interessantes Angebot. Eine Entscheidungshilfe in Form eines Tests konnte ich bis dato jedoch nicht finden. Also werde ich das übernehmen.

Sound Station mit Fernbedienung Die Sound Station ist in Weiß und Silber gehalten und macht einen soliden Eindruck. Das gilt auch für die Schublade mit dem iPod-Dock. Das Schliessen und Öffnen selbiger ist zwar etwas kraftaufwändig, aber wenigsten wackelt da nix. Was man auf den Fotos nicht erkennen kann ist, dass die Lautsprecherpartien vorne und hinten mit einem weißen Stoffbezug versehen sind. Das sieht nicht wirklich gut aus und vermutlich wird es auch nicht lange weiß bleiben, wenn man mit nicht ganz so sauberen Fingern darauf kommt. Wie man auf dem Foto sieht ist mittig eine Schublade mit dem iPod-Dock. Dafür werden 7 verschiedene Dockadapter mitgeliefert. Da mein iPod mit Schutzhülle in keine der Adapterschalen reinpasst habe ich die einfach nicht eingesetzt. Es geht trotzdem.

Die Sound Station kann über die auf der Oberseite angebrachten Knöpfe und über die Fernbedienung bedient werden. Alle wichtigen Funktionen lassen sich vom Gerät aus steuern. Die iPod-spezifischen Funktionen wie die Menünavigation und die Einstellung von Wiedergabemodi kann man über die Fernbedienung vornehmen. Diese ist, obwohl fast im Scheckkartenformat, durchaus handlich. Alleine die Lautstärketasten sind ganz unten angebracht, wo man sie nicht so gut erreicht.
Im Betrieb konnte ich bisher keine gravierenden Probleme feststellen. Die Steuerung des iPod Touch über die Fernbedienung funktioniert in der vorgesehenen rudimentären Weise (es lassen sich die gebräuchlichtsten Musikfunktionen nutzen). Die Ladefunktion geht auch. Das Radio (FM und AM) ist mit einer Wurfantenne (Kabel) versehen, daher sollte man beim Empfang keine Wunder erwarten. Es gibt 6 Senderspeicherplätze, das könnte schon ausreichend sein um die damit gut empfangbaren Sender zu speichern.
Für die Einstellung der Uhr und des Weckers habe ich die Bedienungsanleitung zu Rate gezogen und war positiv überrascht. Hier wird alles einfach und erklärt. Liegt sicher auch daran, dass die Weckereinstellung tatsächlich einfach ist. Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass die Beleuchtung der Uhr in drei Stufen dimmbar ist (damit man in der Nacht nicht erblindet…).

Die Klangqualität der Sound Station war für mich vor dem Kauf die große Unbekannte. Sie hat sich als zufriedenstellend bis gut erwiesen  – Musik und Radio klingen recht ausgewogen für ein so kleines Ding. Für mich reicht es aus.

Um ein Fazit zu ziehen: Die Sound Station hält für mich was sie verspricht. Sie ist eine günstige iPod-Dockingstation mit Radiowecker und Fernbedienung und klingt zufriedenstellend.

Backdoors in populären WordPress-Plugins

Wie Heise-Online heute meldet wurden in drei populären WordPress-Plugins Backdoors entdeckt. Diese Plugins sind AddThis, WPtouch und W3 Total Cache. WordPress.org schreibt, dass man heute verdächtige Beiträge zu den Repositories der Plugins feststellte und daraufhin schließlich darin enthaltene Backdoors entdeckte. Diese sollen geschickt getarnt gewesen sein.
Wie sich herrausstellte waren die Beiträge nicht von den echten Autoren. WordPress.org stellte daraufhin die vorherigen Versionen ohne Backdoors wieder her. Zudem entschloss man sich dazu die Passwörter aller User für WordPress.org zurück zu setzen. Alle User der Seite müssen sich nun ein neues Passwort setzen. Außerdem wurden Nutzer der Plugins,welche diese innerhalb des letzten Tages installiert haben, dazu aufgefordert umgehend auf die neueste Version upzudaten.

Skype: Die 30-Minuten Entschuldigung

Nachdem man die massiven technischen Probleme rund um die Weihnachtstage wieder in den Griff bekommen hat, versucht man bei Skype nun die Kunden versöhnlich zu stimmen. Laut der Skype-Mail vom 31.12. erhalten alle Kunden als Entschuldigung einen Guthaben-Gutschein im Wert von 30 Minuten. Dieser Gutschein lässt sich unter www.skype.com/go/voucher einlösen. Nach dem Einlösen offenbart sich mir: Ich bin um ein Guthaben von 1 Dollar reicher. ^^

Update: Offenbar erhalten nur Kunden, die schon mal Guthaben eingezahlt haben diesen Gutschein.

Gruppen machen Dich einzigartig, aber auch identifizierbar!

Der Spiegel berichtet heute über eine internationale Forschergruppe, die unter Ausnutzung einer uralten Sicherheitslücke vom Browser gespeicherte Informationen über besuchte Webseiten auslesen um daraus Rückschlüsse auf die Identität von Webseitenbesuchern zu ziehen.
Die Forscher nutzten dafür die Historie der schon besuchten Webseiten, die die Internetbrowser unter normalen Umständen allen Webseiten zugänglich machen, die sie anzeigen. Über eine präparierte Webseite konnten sie so auch an die von sozialen Netzwerken hinterlassenen Spuren gelangen, die auch Informationen über Gruppenzugehörigkeiten enthielten. Dar einfache Trick der Forscher war nun, dass sie diese Daten benutzten um auf sozialen Netzwerken nach Personen zu suchen, die genau die gleichen Gruppenzugehörigkeiten aufwiesen. Da Nutzer von Social Networks dazu tendieren in einer Vielzahl von Gruppen Mitglied zu werden bilden sie dadurch ein oft eindeutiges Profil, welches sie identifizierbar macht.

In einer von Webcrawlern erstellten Datenbank kann nun nach dem relativ eindeutigen Profil gesucht werden und im idealen Fall eine einzelne Person ausgemacht werden, auf die alleine dieses Profil der Gruppenzugehörigkeiten zutrifft. Hat man den Namen einer Person ermittelt, dann können weitere Angriffe folgen. Es dürfte klar sein, dass es für Webseiten von hohem Wert ist Personen genau zu identifizieren. Weil sich solche Werte auch beziffern lassen wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis solche Techniken auch von Internetkriminellen ausgenutzt werden. Ein im Artikel genanntes Interesse könnte es sein an die Namen reeler Kontakte von Nutzern zu kommen. Damit lassen sich zum Beispiel unauffälligere Spamnachrichten versenden, die aufgrund unverdächtiger Absendeinformationen keinen Verdacht bei den Empfängern erregen.
Das ist nur ein simples Beispiel.

Wer weiss, ob solche Techniken nicht schon benutzt werden? Sicher gibt es längst riesige Datenbanken über die Nutzer von Sozialen Netzwerken, die NICHT in den sozialen Netzwerken bestehen.
Man kann gespannt sein.

Wer sich schützen möchte, dem bleibt, laut dem Artikel wohl nur eines: regelmäßig alle Surfspuren löschen oder gar nicht erst speichern…. Probiert das mal, macht auch kein Spass.

Zeit sparen mit Firefox Tastaturkürzeln

Wie bei jeder Software fallen auch bei der täglichen Nutzung von Firefox immer wieder die selben Klicks und Mausbewegungen an. Viele davon kosten unnötig viel Zeit und können mit Tastaturkürzeln viel schneller ausgeführt werden. Um Zeit zu sparen braucht es nur ein bischen Umgewöhnung und die Kenntnis der Tastenkombinationen.

BefehlTastenkombination
Eine Seite zurückAlt+Linker Pfeil
Rücktaste (Backspace)
Eine Seite vorAlt+Rechter Pfeil
Umschalttaste+Rücktaste
Seite neu ladenF5
Strg+R
Auf dieser Seite suchenStrg+F
Internet-SucheStrg+K
Strg+E
Adresse od. Suche in neuem Tab öffnen
(aus Adress- oder Suchleiste)
Alt+Eingabetaste
in Adresszeile wechselnStrg+L
neues Fenster öffnenStrg+N
neuen Tab öffnenStrg+T
zwischen Tabs wechselnStrg+TAB

Eine komplette Liste aller bekannten Firefox-Tastaturkürzel findet sich auf den Support-Seiten von Mozilla.com.

Leere Tooltips in Firefox 3.5

Nachdem ich vor etwa 2 Wochen auf Firefox 3.5 umgestiegen bin, ist mir ein kleiner Bug im Browser aufgefallen: An alle Stellen im Browserfenster an die ich den Mauszeiger bewegt habe erschien nach ca. 1 Sekunde ein leerer Tooltip, also ein kleines gelbes Kästchen unterhalb des Mauszeigers. Ich habe mir zunächst nichts weiter gedacht und vermutet, dass es mit meinen Firefox-Addons in Zusammenhang steht. Wenn die also upgedatet werden, dann löst sich das Problem automatisch.
Aber denkste. Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und das Problem hat mich immer mehr gestört. Es wurden ja nicht nur immer ein leerer Tooltip angezeigt, sondern auch nicht mehr die richtigen Tooltips. Heute war die Schmerzgrenze erreicht und ich habe mich auf die Suche nach einer Lösung begeben. Herausgefunden habe ich dabei folgendes:

Das Problem mit den leeren Tooltips entsteht, wenn die Google-Toolbar im Firefox installiert ist! Zur Lösung des Problems muss man die Google-Toolbar deinstallieren. Wenn man sie danach wieder neu installiert besteht das Problem auch nicht mehr.