Gruppen machen Dich einzigartig, aber auch identifizierbar!

Der Spiegel berichtet heute über eine internationale Forschergruppe, die unter Ausnutzung einer uralten Sicherheitslücke vom Browser gespeicherte Informationen über besuchte Webseiten auslesen um daraus Rückschlüsse auf die Identität von Webseitenbesuchern zu ziehen.
Die Forscher nutzten dafür die Historie der schon besuchten Webseiten, die die Internetbrowser unter normalen Umständen allen Webseiten zugänglich machen, die sie anzeigen. Über eine präparierte Webseite konnten sie so auch an die von sozialen Netzwerken hinterlassenen Spuren gelangen, die auch Informationen über Gruppenzugehörigkeiten enthielten. Dar einfache Trick der Forscher war nun, dass sie diese Daten benutzten um auf sozialen Netzwerken nach Personen zu suchen, die genau die gleichen Gruppenzugehörigkeiten aufwiesen. Da Nutzer von Social Networks dazu tendieren in einer Vielzahl von Gruppen Mitglied zu werden bilden sie dadurch ein oft eindeutiges Profil, welches sie identifizierbar macht.

In einer von Webcrawlern erstellten Datenbank kann nun nach dem relativ eindeutigen Profil gesucht werden und im idealen Fall eine einzelne Person ausgemacht werden, auf die alleine dieses Profil der Gruppenzugehörigkeiten zutrifft. Hat man den Namen einer Person ermittelt, dann können weitere Angriffe folgen. Es dürfte klar sein, dass es für Webseiten von hohem Wert ist Personen genau zu identifizieren. Weil sich solche Werte auch beziffern lassen wird es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis solche Techniken auch von Internetkriminellen ausgenutzt werden. Ein im Artikel genanntes Interesse könnte es sein an die Namen reeler Kontakte von Nutzern zu kommen. Damit lassen sich zum Beispiel unauffälligere Spamnachrichten versenden, die aufgrund unverdächtiger Absendeinformationen keinen Verdacht bei den Empfängern erregen.
Das ist nur ein simples Beispiel.

Wer weiss, ob solche Techniken nicht schon benutzt werden? Sicher gibt es längst riesige Datenbanken über die Nutzer von Sozialen Netzwerken, die NICHT in den sozialen Netzwerken bestehen.
Man kann gespannt sein.

Wer sich schützen möchte, dem bleibt, laut dem Artikel wohl nur eines: regelmäßig alle Surfspuren löschen oder gar nicht erst speichern…. Probiert das mal, macht auch kein Spass.

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